Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Großkönigsförde und Kiel-Holtenau

Abgrabungen zum Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Großkönigsförde und Schinkel (Stand Juni 2020) Abgrabungen zum Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Großkönigsförde und Schinkel (Stand Juni 2020) Abgrabungen zum Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Großkönigsförde und Schinkel (Stand Juni 2020) Quelle: WSA Kiel-Holtenau

Um den Nord-Ostsee-Kanal auf die Schiffsverkehre der Zukunft vorzubereiten, baut die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) die Oststrecke zwischen Großkönigsförde und Kiel-Holtenau in mehreren Bereichen aus. Nach gründlichen Voruntersuchungen wurde eine Ausbau-Lösung gefunden, mit der ein größtmöglicher Nutzen für die Schifffahrt erzielt und Eingriffe in Natur und Landschaft minimiert werden. Vorgesehen sind die Verbreiterung des Kanals auf eine Mindestsohlbreite von 70 Metern und die Vergrößerung der Radien enger Kurven, damit die Schifffahrt diese leichter passieren kann.

Insgesamt sind sechs Teilabschnitte planfestgestellt, die in sinnvollen Bauabschnitten zusammengefasst und nacheinander umgesetzt werden. Der erste Bauabschnitt mit dem im Januar 2020 begonnen wurde, umfasst den Bereich zwischen Großkönigsförde und Schinkel. Eine Anpassung der Wassertiefe soll zunächst nicht vorgenommen werden. Allerdings wird eine solche Vertiefung derzeit geprüft.

Geplante Ausbaubereiche der NOK-Oststrecke Geplante Ausbaubereiche der NOK-Oststrecke Geplante Ausbaubereiche der NOK-Oststrecke Quelle: WSA Kiel-Holtenau

Der bis 1895 erbaute Nord-Ostsee-Kanal (NOK) wurde erstmals 1907 bis 1914 den gewachsenen Anforderungen und Abmessungen der Schifffahrt angepasst. Die Zunahme des Schiffsverkehrs und die wachsenden Schiffsgrößen führten zu höheren Beanspruchungen der Kanalböschungen. Daher wurde von 1965 bis 2001 ein umfangreiches Anpassungs- und Sicherungsprogramm durchgeführt: Die Weststrecke von Brunsbüttel bis zur Weiche Königsförde wurde auf eine Sohlbreite von 90 Metern erweitert. Von der Weiche Königsförde bis zum Binnenhafen Kiel-Holtenau (Kanalkilometer 80-96) wurde aufgrund der ausreichenden Standsicherheit der Böschungen auf eine Querschnittsvergrößerung verzichtet. Dieser Abschnitt, noch heute mit den Abmessungen von 1914, hat sich für den Schiffsverkehr zu einem Flaschenhals entwickelt. Mit dem Ausbau der Oststrecke und den weiteren derzeit laufenden Investitionsmaßnahmen wird die Zukunftsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals nachhaltig gesichert.

Information der Öffentlichkeit

Mit einem Info-Brief in digitaler Form wollen wir Sie in regelmäßigen Abständen über den Fortschritt der Maßnahmen direkt informieren. Wenn Sie Interesse daran haben, können Sie sich hier für den Info-Brief anmelden.

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